E-Check gut vorbereitet
Wer Verteilung, Unterlagen und Geräte vor dem Termin zugänglich macht, verkürzt die Prüfzeit deutlich. Diese Seite zeigt, was dafür nötig ist.
Der größte Teil der Prüfzeit geht nicht für Messungen drauf, sondern für das Suchen: nach dem Schlüssel zum Zählerschrank, nach dem alten Protokoll, nach jemandem, der sagen kann, welcher Stromkreis wohin führt. Mit etwas Vorbereitung lässt sich dieser Teil fast vollständig vermeiden – und der Termin bleibt auf das beschränkt, wofür Sie uns holen.
Vier Schritte vor dem Termin
Diese vier Punkte erledigen die meisten Kunden am Abend vorher in einer Viertelstunde – sie sparen am Prüftag erfahrungsgemäß deutlich mehr Zeit ein.

- 1
Verteilung zugänglich machen
Vor dem Zählerschrank und der Unterverteilung brauchen wir freie Standfläche, um die Abdeckung abzunehmen und mit dem Messgerät zu arbeiten. Räumen Sie Schränke, Wäscheständer oder Kartons davor weg und legen Sie den Schlüssel bereit, falls die Verteilung abgeschlossen ist oder in einem fremden Kellerraum liegt.
- 2
Unterlagen bereitlegen
Alles, was über die Anlage Auskunft gibt, hilft: das Protokoll der letzten Prüfung, Schaltpläne, Rechnungen zurückliegender Umbauten. Ein Stapel auf dem Küchentisch reicht – wir sortieren selbst, was davon für die Prüfung relevant ist.
- 3
Geräte erreichbar halten
Wenn ortsveränderliche Geräte mitgeprüft werden sollen, stellen Sie sie an einem Punkt zusammen – Werkzeug, Verlängerungen, Kaffeemaschinen, Ladegeräte. Fest angeschlossene Geräte wie Durchlauferhitzer oder Herd müssen frei zugänglich sein, nicht hinter einer Einbauzeile.
- 4
Ansprechperson benennen
Während der Prüfung werden einzelne Stromkreise kurz freigeschaltet. Dazu brauchen wir jemanden vor Ort, der entscheiden kann, welche Bereiche wann ohne Strom sein dürfen – bei Mietobjekten gern auch den Hausmeister mit Zugang zu allen Räumen.
Unterlagen, die weiterhelfen
Papier ersetzt keine Messung, aber es erspart uns das Nachmessen von Dingen, die schon dokumentiert sind. Fehlt etwas davon, prüfen wir trotzdem – es dauert dann nur länger.
Darauf lohnt sich die Suche
- Protokoll der letzten Prüfung – daraus ergibt sich, was damals bereits beanstandet wurde und ob der Mangel behoben ist.
- Schaltplan oder Stromlaufplan – bei älteren Anlagen oft die einzige Quelle dafür, wie die Verteilung ursprünglich aufgebaut war.
- Geräteliste – eine einfache Aufstellung der zu prüfenden Geräte mit Standort; so bleibt am Ende nichts übrig, das niemand gefunden hat.
- Stromkreisverzeichnis – die Beschriftung der Sicherungen, falls sie nicht in der Verteilung selbst klebt.
- Rechnungen über Umbauten – nachträglich ergänzte Steckdosen, neue Züge oder eine erweiterte Unterverteilung.
- Angaben zur Nutzung – ob Werkstatt, Außenbereich, Bad oder Serverraum dabei sind; das ändert den Prüfumfang.
Aus der Praxis
Häufige Befunde und was sie bedeuten
Beim E-Check begegnen uns bestimmte Mängel immer wieder, besonders in Gebäuden aus den 1960er bis 1980er Jahren. Jeden Befund erfassen wir mit Messwert und genauer Ortsangabe, damit Sie den Zustand Ihrer Anlage nachvollziehen können.
Dabei unterscheiden wir, ob eine Sofortmaßnahme erforderlich ist oder eine spätere Sanierung ausreicht.
Dokumentation
Der Prüfbericht nach dem Termin
Nach Abschluss von Sichtprüfung, Messungen und Funktionsprüfung erstellen wir einen Prüfbericht.
Darin finden Sie alle geprüften Stromkreise, Messwerte wie Schleifenwiderstand und Auslösezeit des Fehlerstromschutzschalters sowie Datum, Prüfer und das verwendete Messgerät. Werden Mängel festgestellt, ergänzen wir eine nach Dringlichkeit geordnete Mängelliste. Hausverwaltungen erhalten die Berichte gebündelt je Wohneinheit.
Das steht im Bericht
- Liste der geprüften Stromkreise mit Bezeichnung im Verteiler
- Messwerte zu Isolationswiderstand, Schleifenwiderstand und Schutzleiterverbindung
- Auslösestrom und Auslösezeit der Fehlerstromschutzschalter
- Art und Nummer des eingesetzten Messgeräts samt Kalibrierdatum
- Prüfdatum, Name der Prüferin oder des Prüfers und Anlagenanschrift
So nutzen Sie ihn weiter
- Als Nachweis gegenüber Versicherung oder Vermieter bei Fragen zur Anlage
- Als Grundlage für unser Angebot zur Behebung der notierten Mängel
- Als Ausgangspunkt für die Planung einer späteren Elektrosanierung
- Als Terminmerker: Wir notieren auf Wunsch den nächsten Prüfzeitpunkt
- Bei Verkauf oder Übergabe als Beleg zum Zustand am Prüftag
Bereit für Ihren E-Check?
Wir vereinbaren einen Termin und sagen Ihnen vorab, was bereitliegen sollte.
