
E-Check und wiederkehrende Prüfungen
Wir prüfen ortsfeste Anlagen und ortsveränderliche Geräte nach den geltenden VDE-Regeln, messen statt zu schätzen und übergeben ein Protokoll, das Sie Versicherern, Behörden und Eigentümern vorlegen können.
Was bei einer Prüfung tatsächlich passiert
Eine Prüfung ist kein Rundgang mit Klemmbrett: Wir sehen die Anlage an, messen jeden Stromkreis durch und halten jeden Befund schriftlich fest.
Zuerst nehmen wir die Anlage in Augenschein: Verteilung, Leitungswege, Schalter, Steckdosen, Leuchten. Wir suchen nach beschädigten Isolierungen, überbrückten Sicherungen, losen Klemmstellen und nachträglichen Eingriffen ohne Fachkenntnis.
Danach folgen die Messungen mit kalibriertem Prüfgerät. Jeder Wert wird notiert, auch der unauffällige. So lässt sich bei der nächsten Prüfung erkennen, ob sich etwas verändert hat.
- Durchgängigkeit der Schutzleiter und Potentialausgleich
- Isolationswiderstand je Stromkreis
- Schleifenimpedanz und Kurzschlussstrom
- Auslösezeit und Auslösestrom der RCD-Schutzschalter
- Drehfeld und Polung an Drehstromanschlüssen
- Funktionsprüfung von Schaltern, Not-Aus und Sicherheitsbeleuchtung
- Sichtprüfung von Verteilung, Klemmen und Leitungsführung
Unsere Prüfungen
Vier Prüfarten für vier Anlässe
Ob Eigenheim, Büro oder Werkstatt: Wir stimmen Umfang und Termin auf das ab, was geprüft werden muss – und auf das, was im Betrieb weiterlaufen soll.
Ablauf
Von der Sichtprüfung bis zum Protokoll
Eine Prüfung ist kein kurzer Blick in den Zählerschrank, sondern eine feste Abfolge aus Besichtigen, Erproben und Messen. Wir arbeiten sie in dieser Reihenfolge ab, weil jeder Schritt auf dem vorherigen aufbaut: Was sichtbar beschädigt ist, wird gar nicht erst unter Spannung gesetzt. Am Ende steht ein Protokoll, das jeden Messwert dem geprüften Stromkreis oder Gerät zuordnet.
1. Bestandsaufnahme und Terminabsprache

Wir klären vorab, was geprüft werden soll: Wohnung, Mehrfamilienhaus, Büro oder Werkstatt, Anzahl der Stromkreise, Zahl der ortsveränderlichen Geräte. Daraus ergeben sich Zeitbedarf und Prüfumfang. Bei Gewerbe und Hausverwaltungen stimmen wir zusätzlich ab, welche Räume wann zugänglich sind und wo eine Abschaltung möglich ist.

Wir klären vorab, was geprüft werden soll: Wohnung, Mehrfamilienhaus, Büro oder Werkstatt, Anzahl der Stromkreise, Zahl der ortsveränderlichen Geräte. Daraus ergeben sich Zeitbedarf und Prüfumfang. Bei Gewerbe und Hausverwaltungen stimmen wir zusätzlich ab, welche Räume wann zugänglich sind und wo eine Abschaltung möglich ist.

Wir öffnen Verteilung und Abzweigdosen und sehen uns Leitungen, Klemmstellen, Schalter und Steckdosen an. Typische Funde sind lose Klemmen, verfärbte Kontakte durch Wärme, fehlende Berührungsschutzabdeckungen, beschädigte Geräteleitungen und Sicherungen, die nicht zum Leitungsquerschnitt passen. Auch die Beschriftung der Stromkreise gehört dazu.

Der FI-Schutzschalter, fachlich RCD (Fehlerstrom-Schutzeinrichtung), wird über die Prüftaste und zusätzlich messtechnisch ausgelöst. Wir erfassen Auslösestrom und Auslösezeit. Ein RCD, der nur auf die Taste reagiert, aber die Zeitvorgabe reißt, fällt sonst nicht auf. Ebenso prüfen wir Not-Aus-Einrichtungen und die Funktion von Meldeleuchten.

Gemessen werden Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand zwischen den Leitern und gegen Erde, die Schleifenimpedanz als Maß für die Abschaltbedingung im Fehlerfall sowie der Erdungswiderstand. Bei Geräten kommen Ableitstrommessungen hinzu. Unsere Messgeräte werden regelmäßig kalibriert, das Kalibrierdatum steht im Protokoll.

Jeder Fund wird eingestuft: sofort gefährlich, mittelfristig zu beheben oder rein dokumentarisch. Gefahrenstellen sichern wir noch am selben Termin, kleinere Sachen beheben wir auf Wunsch direkt. Für größeres, etwa eine neue Unterverteilung, erhalten Sie ein getrenntes Angebot ohne Druck zur sofortigen Beauftragung.

Sie bekommen das Prüfprotokoll mit allen Messwerten, Geräteliste und Mängelübersicht digital als PDF und auf Wunsch in Papierform. Geprüfte Geräte erhalten eine Prüfplakette mit Datum. Auf Wunsch merken wir den nächsten Termin vor und melden uns rechtzeitig.
Kosten
Wovon der Preis abhängt
Eine Prüfung wird nach Aufwand berechnet, und der Aufwand hängt fast ausschließlich an der Menge: an der Zahl der Stromkreise, der Geräte und der zu öffnenden Verteilungen. Deshalb nennen wir keinen Pauschalpreis ins Blaue, sondern fragen vorab wenige Eckdaten ab und geben Ihnen danach einen verbindlichen Festpreis oder einen klar begrenzten Kostenrahmen.
- Anzahl der Stromkreise und Verteilungen. Jede Sicherung wird einzeln gemessen. Eine Wohnung mit acht Stromkreisen ist in einem Bruchteil der Zeit geprüft, die ein Betrieb mit drei Unterverteilungen benötigt.
- Stückzahl der ortsveränderlichen Geräte. Gemeint sind alle Geräte mit Stecker, vom Bürorechner über Kaffeemaschine und Verlängerung bis zur Bohrmaschine. Ab größeren Stückzahlen sinkt der Preis je Gerät deutlich.
- Zugänglichkeit. Verteilungen hinter Möbeln, verschlossene Technikräume oder Geräte, die erst gesucht werden müssen, kosten Zeit. Wer vorbereitet, spart hier am meisten.
- Alter und Zustand der Anlage. Alte Stoffleitungen, fehlende Schutzleiter oder undokumentierte Umbauten machen zusätzliche Klemmstellenprüfungen nötig.
- Dokumentationstiefe. Ein Standardprotokoll ist enthalten. Gerätelisten nach Standort, Auswertungen für mehrere Objekte oder Unterlagen für den Versicherer bereiten wir auf Wunsch gesondert auf.
- Anfahrt und Termindichte. Innerhalb von Rendsburg und Umgebung fällt sie kaum ins Gewicht. Für Hausverwaltungen fassen wir mehrere Objekte zu einer Tour zusammen.
So bereiten Sie den Termin vor
Aus der Praxis
Häufige Befunde und wie wir damit umgehen
Die meisten Beanstandungen wiederholen sich — in Altbauwohnungen genauso wie in Büros und Werkstätten. Die folgenden Fälle finden wir am häufigsten. Wir beschreiben jeweils, woran wir sie erkennen und welche Lösung wir vorschlagen, damit Sie den Befund im Protokoll einordnen können.
Sprechen wir über Ihr Vorhaben
Schildern Sie kurz, worum es geht – Elektro Hansen meldet sich mit einer Einschätzung.
